Häufige Fragen rund um Immobilien
Antworten auf die Fragen, die Eigentümer, Käufer, Vermieter und Mieter uns am häufigsten stellen – kompakt, präzise und auf den Stand 2026 gebracht.
Hausverwaltung
Was kostet eine Hausverwaltung pro Wohneinheit?▾
2026 liegen die Preise für eine professionelle WEG-Verwaltung in Berlin, Leipzig und Magdeburg zwischen 24 und 38 € netto pro Einheit und Monat. Mietverwaltung kostet meist 4–6 % der Nettokaltmiete oder 24–32 € pauschal pro Einheit.
Wie wechsle ich die Hausverwaltung?▾
Bei einer WEG ist ein Mehrheitsbeschluss nötig. Der Verwaltervertrag kann ordentlich zum Ende der Bestellzeit oder aus wichtigem Grund vorzeitig gekündigt werden. Wichtig sind eine saubere Übergabe der Unterlagen, der Beschluss zur Bestellung des neuen Verwalters und die Übertragung der WEG-Konten.
Welche Aufgaben hat eine Hausverwaltung konkret?▾
Kaufmännische (Hausgeld, Abrechnungen, Wirtschaftsplan), technische (Instandhaltung, Sanierung, Handwerker) und rechtliche Verwaltung (Beschlussumsetzung, Versammlungen, Korrespondenz mit Eigentümern und Mietern).
WEG & Eigentum
Was bedeutet die WEG-Reform 2020 für Eigentümer?▾
Die Reform stärkt die Beschlussfähigkeit (jetzt unabhängig von der Anwesenheit), erleichtert bauliche Veränderungen wie Wallbox oder Balkonkraftwerk und macht die Gemeinschaft teilrechtsfähig. Der Verwalter erhielt ein klareres Pflichtenheft.
Wer haftet bei Schäden am Gemeinschaftseigentum?▾
Schäden am Gemeinschaftseigentum werden in der Regel über die Gebäudeversicherung der WEG reguliert. Die Verteilung der Selbstbeteiligung und nicht versicherter Schäden richtet sich nach Miteigentumsanteilen, sofern die Teilungserklärung nichts anderes vorsieht.
Muss ich eine Eigentümerversammlung wahrnehmen?▾
Es besteht keine Pflicht zur Teilnahme. Beschlüsse werden mit den anwesenden bzw. wirksam vertretenen Stimmen gefasst – wer nicht teilnimmt oder eine Vollmacht erteilt, akzeptiert die Mehrheitsentscheidung.
Vermietung
Wie hoch darf eine Mieterhöhung sein?▾
Bei Bestandsmieten max. 20 % in 3 Jahren (Kappungsgrenze, vielerorts 15 %), gekappt durch die ortsübliche Vergleichsmiete. Modernisierungs-Erhöhungen sind separat geregelt: max. 8 % der umlagefähigen Modernisierungskosten pro Jahr, gedeckelt auf 3 €/m² in 6 Jahren.
Wie finde ich gute Mieter?▾
Hochwertige Inserate mit echten Fotos, Bonitätsprüfung (SCHUFA-Auszug, Gehaltsnachweise der letzten drei Monate, Mietschuldenfreiheitsbescheinigung) und ein strukturiertes Besichtigungsverfahren. Vorsicht bei DSGVO-Konformität der erhobenen Daten.
Was gehört in einen rechtssicheren Mietvertrag 2026?▾
Klare Mietsache, Mietpreis und Nebenkostenpauschale, Kaution (max. 3 Nettokaltmieten), Kündigungsfristen, Schönheitsreparaturklausel (BGH-konform), Hausordnung, Datenschutz-Hinweise. Verboten: pauschale Renovierungsklauseln und unwirksame Schönheitsreparaturen.
Kauf & Verkauf
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten 2026?▾
In Sachsen-Anhalt und Berlin rund 9–12 % des Kaufpreises: Grunderwerbsteuer 6,0 %, Notar und Grundbuch ca. 2 %, ggf. Maklerprovision 3,57 % (geteilt). Diese Beträge sollten aus Eigenkapital gedeckt werden.
Lohnt sich Immobilien-Kauf 2026 noch?▾
Mit Bauzinsen um 3,3–3,8 % und stabilisierten Kaufpreisen ist 2026 ein Käufermarkt – besonders in Mitteldeutschland (Magdeburg, Leipzig-Umland, Anhalt) mit Bruttorenditen von 4,5–6,5 %. Voraussetzung: solide Finanzierung, mind. 20 % Eigenkapital, realistische Sanierungsrücklage.
Wann muss ich beim Verkauf Spekulationssteuer zahlen?▾
Bei Verkauf einer vermieteten Immobilie innerhalb von 10 Jahren nach Erwerb ist der Gewinn voll mit dem persönlichen Einkommensteuersatz steuerpflichtig. Selbstgenutzte Immobilien sind nach 2 Jahren Eigennutzung im Verkaufsjahr und den beiden Vorjahren steuerfrei.
Sanierung & Energie
Welche Sanierungspflichten gelten 2026?▾
Nach GEG ist beim Eigentümerwechsel eine Dämmung oberster Geschossdecke oder Dach Pflicht; ungedämmte Heizungs- und Warmwasserleitungen müssen isoliert, Heizkessel über 30 Jahre ausgetauscht werden. Neue Heizungen müssen 65 % erneuerbar sein, mit kommunalen Übergangsfristen.
Welche Förderungen gibt es?▾
Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), KfW-Programme 261/297/298 für Effizienzhaus-Stufen, BAFA-Zuschüsse für Einzelmaßnahmen (Heizung, Dämmung, Lüftung). 2026 sind Tilgungszuschüsse bis 25 % möglich.
Welche Heizung lohnt sich im Bestand?▾
Im sanierten Altbau ist die Wärmepumpe bei Vorlauftemperaturen unter 55 °C Standard. Bei höherem Wärmebedarf rechnen sich Hybridsysteme oder Pellets. Fernwärme lohnt sich, wo verfügbar – auf Vertragsbindung (10–15 Jahre) achten.