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Was kostet eine Hausverwaltung wirklich? Großer Vergleich 2026

Service365 Redaktion 10. Mai 2026 11 Min. Lesezeit
Mehrfamilienhaus mit Taschenrechner und Wirtschaftsplan – Hausverwaltung Kosten Vergleich 2026

Verwalterhonorare sind 2026 unübersichtlich wie nie. Während ein Anbieter mit 18 € pro Einheit lockt, kassiert der nächste 38 € – und beide nennen das „marktüblich". Dieser Pillar-Artikel macht Schluss mit der Verwirrung: ehrliche Preis-Ranges für WEG-, Mietverwaltung und Sondereigentumsverwaltung, Stadt-Benchmarks für Berlin, Leipzig, Magdeburg, Halle, Dessau und ein klarer Blick auf alle versteckten Sondervergütungen.

Die drei Verwaltungsarten – und warum sie unterschiedlich kosten

Bevor wir über Preise reden: Hausverwaltung ist nicht gleich Hausverwaltung. Drei Varianten dominieren den Markt – jede mit eigenem Aufgabenprofil. Eine ausführliche Abgrenzung finden Sie in unserem Guide WEG vs. Mietverwaltung vs. SEV.

  • WEG-Verwaltung: betreut die Wohnungseigentümergemeinschaft als Ganzes (Gemeinschaftseigentum, Versammlung, Hausgeld).
  • Mietverwaltung: betreut ein Mietshaus eines Eigentümers (Mietverträge, Mieteinzug, Nebenkosten).
  • Sondereigentumsverwaltung (SEV): betreut die einzelne vermietete Eigentumswohnung eines Kapitalanlegers in einer WEG.

Realistische Preisspannen 2026 – pro Einheit/Monat netto

MarktWEG-VerwaltungMietverwaltungSEV
Berlin28–38 €24–32 € oder 4–6 % NKM30–45 €
Leipzig24–32 €22–30 € oder 4–6 % NKM26–38 €
Magdeburg22–30 €20–28 € oder 4–6 % NKM26–36 €
Halle (Saale)22–30 €20–28 € oder 4–6 % NKM26–38 €
Dessau-Roßlau20–28 €18–26 € oder 4–6 % NKM24–34 €

Diese Preise sind Netto-Grundhonorare. Wer eine Pauschale unter 18 € pro Einheit liest, sollte besonders genau auf Sondervergütungen schauen.

Was im Grundhonorar enthalten ist

  • Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung
  • Eine ordentliche Eigentümerversammlung pro Jahr
  • Hausgeld- bzw. Mieteinzug, Mahnwesen Stufe 1
  • Korrespondenz mit Eigentümern, Mietern, Versicherern, Behörden
  • Standardbearbeitung von Schadensmeldungen
  • Belegeinsicht (digital oder vor Ort)

Die häufigsten Sondervergütungen – hier liegt das Geld

  • Außerordentliche Eigentümerversammlung: 250–600 € netto pro Versammlung.
  • Sanierungsbegleitung: 0,5–2 % der Bausumme oder Stundensatz 95–140 €/h.
  • Gerichtliche Verfahren: Pauschale oder Stundensatz – muss im Vertrag stehen.
  • Beschluss-Sammlungs-Pflege, Beirats-Klausuren, Beleg-Versand auf Papier: 30–120 € pro Vorgang.
  • Onboarding/Übernahme: 6–18 € pro Einheit einmalig.

Was eine wirklich gute Verwaltung kostet – und was sie spart

Die Versuchung, beim Verwalter zu sparen, ist groß. Doch eine schwache Verwaltung kostet langfristig viel mehr: nicht angefochtene Versicherungsschäden, falsche Nebenkostenabrechnungen, verpasste Modernisierungsumlagen, leerstehende Wohnungen. Eine seriöse Verwaltung amortisiert ihre 5–10 € Mehrkosten pro Einheit fast immer im ersten Jahr. Konkrete Hebel zur Hausgeld-Senkung finden Sie in unserem Guide Hausgeld zu hoch? 7 Hebel.

Vertragslaufzeit und Kündigung

Die meisten WEG-Verwaltungsverträge laufen drei bis fünf Jahre. Mietverwaltungs- und SEV-Verträge sind oft mit drei Monaten zum Quartalsende kündbar. Wie Sie sauber kündigen, zeigt unser Guide Hausverwaltung kündigen: Muster und Fristen.

Fazit

Hausverwaltungs-Honorare 2026 lassen sich gut benchmarken – wenn man weiß, worauf man schaut. Service365 Verwaltung erstellt für jede Anfrage eine transparente Leistungsmatrix und einen ehrlichen Preisvergleich gegen Ihren aktuellen Vertrag. Mehr zur Versammlungsplanung finden Sie in unserer Eigentümerversammlungs-Checkliste.

Häufige Fragen

Was kostet das 2026?

Für 2026 liegen die Marktpreise bei 28–38 € netto pro Einheit/Monat für WEG-Verwaltung und 24–32 € netto für Mietverwaltung. Sondervergütungen für außerordentliche Versammlungen, Sanierungsbegleitung oder Mahnverfahren kommen separat hinzu. Achten Sie auf transparente Verträge ohne versteckte Pauschalen.

Wie wechsle ich meine Hausverwaltung?

Bei WEG-Objekten brauchen Sie einen Mehrheitsbeschluss in der Eigentümerversammlung, bei Mietshäusern reicht eine ordentliche Kündigung mit 6 Monaten Frist. Wichtig: Übergabe-Checkliste, vollständige Buchhaltung und alle laufenden Verfahren dokumentieren.

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Die häufigsten Fehler: günstigste Verwaltung wählen (versteckte Sondervergütungen), Verträge ohne Leistungskatalog unterschreiben, fehlende Dokumentation der Eigentümerversammlung. Lassen Sie sich vor Vertragsschluss immer Referenzen und einen Musterabrechnung zeigen.

Wann lohnt sich professionelle Unterstützung?

Sobald Sie mehr als eine Wohneinheit verwalten, der Verwaltungsaufwand 5 Stunden/Monat überschreitet oder rechtliche Komplexität (WEG, Modernisierung, Mietminderung) im Spiel ist, ist eine professionelle Verwaltung wirtschaftlich sinnvoll.

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