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Heizungsgesetz im Mietshaus 2026: Was Vermieter jetzt tun müssen

Service365 Redaktion 10. Mai 2026 9 Min. Lesezeit
Wärmepumpe vor saniertem Mietshaus mit Photovoltaik – Heizungsgesetz Mietshaus 2026

Das GEG trifft Mietshäuser hart – aber für Vermieter ist es kalkulierbar. Dieser Guide zeigt 2026 alle Pflichten, die Wirtschaftlichkeit der gängigen Heizungs-Strategien, die Modernisierungsumlage und welche Förderprogramme sich für Vermieter lohnen.

1. Geltung im Mietshaus

Die 65-%-Regel gilt im Mehrfamilienhaus genauso wie im Einfamilienhaus – mit den gleichen Übergangsfristen je nach kommunaler Wärmeplanung (Großstädte 30.6.2026, kleinere Gemeinden 30.6.2028).

2. Wirtschaftlichkeitsvergleich der Heizungs-Optionen

VarianteInvestition (10 WE)Betriebskosten/JahrCO₂-Risiko
Wärmepumpe (Luft)80 – 130 T€niedriggering
Wärmepumpe (Sole)120 – 200 T€sehr niedrigsehr gering
Pellet-Heizung50 – 90 T€mittelgering
Wärmenetz-Anschluss10 – 40 T€variabelkontextabhängig
Hybrid Gas + Solarthermie40 – 70 T€steigendhoch (CO₂-Preis)

3. Förderung 2026 – BEG

  • Grundförderung 30 % für Wärmepumpe, Biomasse, Wärmenetz
  • Klimabonus +20 % bei vorzeitigem Tausch
  • Effizienz-Bonus +5 % bei Top-Wärmepumpen
  • Maximalförderung 70 %, gedeckelt bei 30.000 € pro Wohneinheit

4. Wirtschaftlichkeit + Modernisierungsumlage

Vermieter dürfen 8 % der nicht geförderten Investitionskosten jährlich auf die Miete umlegen (Kappungsgrenze: max. 3 €/m² in 6 Jahren). Beispielrechnung in unserem Guide Modernisierungsumlage 2026.

5. Steuerliche Behandlung

Investition wird über AfA verteilt – KfW-/BAFA-Zuschüsse mindern die Bemessungsgrundlage. Details in unserem Vermieter-Steuerguide Steuern für Vermieter 2026.

6. Pflichten neben der 65-%-Regel

  • Hydraulischer Abgleich bei Mietshäusern über 1.000 m²
  • Dämmpflicht oberste Geschossdecke bei Eigentümerwechsel
  • Heizungs-Check bei Gasheizungen über 15 Jahre
  • Energieausweis bei Vermietung und Verkauf zwingend

7. Strategie-Empfehlung

  • Bestandshäuser ohne Sanierungsstau: Wärmepumpe + PV (siehe PV auf dem Mietshaus)
  • Sanierungsbedürftige Bauten: erst Hülle (Dämmung, Fenster) – dann Wärmepumpe
  • Innenstadt mit Wärmenetz-Verfügbarkeit: meist günstigste Variante
  • Ländlicher Raum: Pellet- oder Hybrid-Lösung mit Pufferspeicher

Fazit

Das Heizungsgesetz im Mietshaus ist 2026 keine Existenzbedrohung – sondern eine planbare Investition mit klarer Förderung und Umlagemöglichkeit. Service365 Verwaltung erstellt Heizungs-Strategien für Vermieter in Leipzig, Halle, Magdeburg und Berlin.

Häufige Fragen

Was kostet das 2026?

Energetische Sanierungen kosten 2026 je nach Maßnahme 150–600 €/m². KfW-Förderung (BEG) deckt bis zu 70 % ab, davon bis zu 20 % als Tilgungszuschuss. Modernisierungsumlage: 8 % der Kosten p. a. auf die Miete.

Welche Förderung gibt es 2026?

Die BEG-Förderung der KfW bietet 2026 Tilgungszuschüsse bis 20 % bei Sanierung zum Effizienzhaus 55/40, plus iSFP-Bonus 5 %. BAFA fördert Heizungstausch (Wärmepumpe, Pellet, Solar) mit bis zu 70 % Zuschuss für selbstnutzende Eigentümer.

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Achten Sie auf: iSFP vor Maßnahmenstart (5 % Bonus geht sonst verloren), Förderantrag vor Auftragsvergabe stellen, Modernisierungsankündigung mit 3 Monaten Vorlauf an Mieter (sonst entfällt Umlagerecht).

Lohnt sich die Sanierung wirtschaftlich?

Bei steigenden Energiepreisen und CO₂-Preis (2026: 55 €/t) amortisieren sich Wärmepumpe + Dämmung in 12–18 Jahren. Mit KfW-Förderung verkürzt sich das auf 8–12 Jahre. Steuerlich: 20 % AfA für energetische Maßnahmen über 3 Jahre für Selbstnutzer.

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